Für diesen Auftrag habe ich mich heute auf einen kleinen Spaziergang von St.Georgen nach Riethüsli via Brand begeben. Es ist ein Spaziergang den wir früher als Familie sehr oft gegangen sind. Damals war’s für mich schon eher eine Wanderung;). Das erste Stück geht einer Strasse entlang, welche oft von Autos benutzt wird an den Wochenenden. Wir ärgerten uns dann jeweils ein wenig über den Verkehr zu einem solchen Platz, der so gut erreichbar wäre zu Fuss. Der zweite Teil des Weges ist praktisch nicht befahren und mündet dann in den Wald.
Heute schneite es immer wieder ein wenig, was mich aber nicht störte. Ich genoss es, niemandem auf diesem Weg zu begegnen und alleine zu sein. Momente in der Natur, ob alleine oder mit Freunden, schätze ich sehr. Die Natur bietet mir Erholungsraum, welchen ich sehr oft nutze, sei es am Fels mit klettern, auf einer Wanderung oder beim plantschen in (Berg-) Seen oder Flüssen. Ich fühle mich sehr naturverbunden. Am liebsten sind mir Tannenwälder und Bergen, weshalb ich auch ein halbes Jahr in Kanada verbracht habe. Ich bereue oft, dass ich den hohen Norden nicht bereist habe, dort müsste mein Eldorado sein. Was ich an der Natur Kanadas besonders zu schätzen wusste, ist die ungeheure Weite der Wälder und Bergen, ohne dass das Landschaftsbild durch ein Bauernhaus oder eine Strasse gestört wird.
Zu „wandern“ bedeutet dort, jenseits der Zivilisation zu sein. Im Gegensatz dazu, gleicht Wandern im Alpstein an einem Sommertag vielmehr einer Massenwanderung, worauf ich trotz der schönen Umgebung dort gerne verzichten kann.
Letztendlich gibt es sehr schöne Orte in meiner Umgebung, an denen ich die Natur beobachten und Ruhe finden kann und welche ich auch immer wieder gerne aufsuche - alleine oder mit Gschpänlis.
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4 Kommentare:
Da ich heute morgen eine Stunde im Schneesturm spazieren ging, kann ich dir nur beipflichten, dass man praktisch keiner Menschenseele dort begegnet. Genau dann, in den struben Wetterzeiten finden wir die grösste Ruhe und keinen Walkingmarathon, keine Bikemeisterschaft und ein Wettwandern von Wandervögeln.
Die Natur gibt einem ganz viel Kraft, wenn man sich die Zeit nimmt, hinzuhorchen und hinzugehen und sich nicht von "unpässlichem" Wetter abhalten lässt. Einfach pässliche Kleider, ein bisschen Zeit sich nehmen und raus. Ein wunderschönes Erlebnis.
Ich wünsche dir, dass du noch mehr solche tolle und erholsame Momente in der Natur geniessen kannst.
LIka
Hallo
Mit Genuss habe ich deinen Post gelesen. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie du durch den Schnee gewatet bist. Ich zu meinem Teil konnte während den wenigen Sonnenstunden der letzten Woche meinen Naturausflug machen. Das hatte auch etwas sehr Spezielles, weil es eigentlich winterlich kalt war und sowohl nach Schnee als auch nach Regen roch, aber dennoch die Frühlingssonne hervorguckte. Sowohl in deinem Post als auch bei meinen eigenen Erfahrungen musste ich wieder einmal feststellen wie wunderschön die Natur doch ist…
Als ich gelesen habe, dass du das Wandern im Alpstein als Massenwanderung bezeichnest, musste ich schmunzeln. Wir bezeichnen dort einige Wanderwege als „Grüezi-Weg“, weil man dort so vielen Leuten begegnet.
Grundsätzlich finde ich einen Tag in der Natur auch schöner, wenn ich meine Ruhe habe und so Energie tanken kann. Doch manchmal geht es nicht anders und ich befinde mich dann halt auf einem „Grüezi-Weg“. Das kann manchmal sogar recht amüsant sein. Und weiter ist es die Hauptsache, gesund genug zu sein, um die Natur in den Bergen geniessen zu können.
Vielleicht hast du ja die Möglichkeit, den hohen Norden Kanadas doch noch zu bereisen. Sonst empfehle ich dir Schweden oder Norwegen. Wäre in der Nähe und lohnt sich auf jeden Fall.
Die unendliche Weite, die Du angesprochen machst, macht die Natur so einmalig. Es gibt so viele unberührte Orte auf der Erde wo sich die Natur 'freien Lauf' gibt und wunderschön sind.
Die Schweiz ist zu klein um viele dieser 'unberührten Flecke' wie dies Kanada hat, zu haben. Aber auch hier findet man Ruhepunkte, wo man sich vollkommen entspannen und einfach geniessen kann. ..und wenn man die Weite spüren möchte, man immernoch die Augen schliessen, zuhören und träumen! Schön...
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