Mein erster Gedanke widmete sich den Nahrungsmitteln. Woher kommen die Esswaren, die ich täglich zu mir nehme?
Obwohl ich beim Einkaufen wirklich darauf achte, biologische Produkte zu kaufen die aus der Region kommen, gelingt es mir nicht, mich diesbezüglich konsequent zu verhalten. Gewisse Produkte müssen aus dem Ausland importiert werden und haben also eine lange Reise hinter sich, bis sie auf meinem Teller landen. Auf diese Produkte verzichten möchte ich aber auch nicht, weil sie mir einfach zu gut schmecken. Ich denke da im speziellen an exotische Früchte und Reis. Aber auch wenn ich im asiatischen Restaurant bin und bei den Fleischdeklarationen lese, dass das Poulet-Fleisch aus Brasilien kommt, kann ich nicht auf meine Lieblingsspeise Poulet-Szechuan verzichten. Ich finde es zwar wirklich abschreckend, dass ein brasilianisches Poulet den weiten Weg in die Schweiz zurücklegen musste, damit ich für mein Menu einen bis zwei Franken weniger bezahlen muss.
Auch in der Mensa wird nur Schweine-, Kalb- und Rindfleisch aus der Schweiz angeboten. Das Pouletfleisch kommt aus Deutschland, Ungarn, Brasilien. Fischprodukte werden aus Deutschland, Norwegen, Vietnam, Irland und Indonesien importiert. Wollen wir wirklich Fischknusperli essen, die aus dem weit entfernten Vietnam kommen?
Meine Antwort ist eigentlich ganz klar nein. Trotzdem bin ich auch hier wieder unkonsequent und esse in der Mensa eigentlich immer das Menü.
Aber es sind ja nicht nur die Lebensmittel, die eine lange Reise hinter sich haben, bis sie bei uns zu Hause sind. Kürzlich habe ich eine Reportage im Fernsehen gesehen, die eine Rosenplantage in Ecuador gezeigt hatte. Arbeiterinnen schuften dort für wenig Geld im Pestizidregen und werden davon krank. Und wofür das ganze? – Damit wir günstige Rosen kaufen können. Max Havelaar setzt sich zum Glück für zertifizierte Betriebe ein und bietet Rosen aus fairem Handel an.
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2 Kommentare:
Hallo Anja
Ich finde deinen Bericht sehr ansprechend! Oftmals fand ich mich selbst wieder und ich kann dir vielleicht zur Beruhigung sagen: Ich bin auch überhaupt nicht konsequent! Auch wenn ich mir wirklich grosse Mühe gebe beim Einkaufen, eine Sünde mache ich sicherlich immer. Ähnlich erging es mir ja auch beim Einkauf von Kleidungsstücken (siehe mein Blog;-)). Vermutlich macht eben der Preis doch recht viel aus und gerade als Student/in muss man doch vermehrt auf das Geld achten...
Hallooooooooo
Dieser Gedanke mit den Esswaren ist mir auch gleich gekommen, habe mich dann mit dem Weg der Banane befasst.
Als ich deinen Bericht gelesen habe, habe ich mein eigenes Verhalten mal kurz hinterfragt. Achte ich beim Einkaufen auf das Herkunftsland? Schaue ich im Restaurant, woher das Fleisch kommt? Ehrlich gesagt, ist das nicht viel der Fall - beim Einkaufen noch eher als im Restaurant.
Wie du im Letzten Abschnitt erwähnst, sind die Esswaren ja nur ein Teil, die einen weiten Weg hinter sich haben, nur um uns Genuss und billigeren Einkauf zu ermöglichen. Es betrifft auch Kleidung, Schmuck, ....
Diese Dinge sind einem aber leider im Alltag viel zu wenig bewusst!
Johannes Maeder, LG 05B
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