Freitag, 28. März 2008

d`Natur isch jo scho schön!

Über Ostern war ich für drei Tage im Tessin. Weg vom nass-kalten Wetter, ab in den warmen, sonnigen Süden.
Um mich zwischendurch von meiner fertig zustellenden Diplomarbeit abzulenken, begab ich mich auf mehrere kleine Spaziergänge im Raum Ascona. Mir ist wieder einmal bewusst geworden, wie gut es tun kann, ein bisschen in der Natur zu verweilen.
Das Tessin bietet fast alles, was ich mir von der Natur her wünsche (ausser Meer und Sandstrand). Der Lago Maggiore, die vielen Bäche, Palmen und vieles mehr.
Auf meinen kleinen Spaziergängen schlenderte ich dem Seeufer entlang, setzte mich ans Wasser und genoss die Sonnenstrahlen und hörte dem Vogelgezwitscher zu.
Der Duft von Frühling, die wärmende Sonne und das Rauschen der Palmen half mir so richtig abzuschalten.
Die Insel Brissago war mein kleines Highlight von diesen Naturausflügen. Diese wunderschöne kleine Insel lädt einem geradezu ein, sich von der sehr vielfältigen Natur berieseln zu lassen. Während meinem kleinen Erkundungstrip über die Insel stiegen mir unzählige Düfte der verschiedenen Pflanzen in die Nase und die Farbenpracht war schlicht beeindruckend.
PS: Ich wollte hier noch ein Bild von der Insel einfügen, hat aber nicht geklappt:(

Ich bin froh wenn der Frühling nun endlich auch bei uns so richtig einzieht. Die farbenfrohe und duftende Natur beschwingt mein Gemüt.

Wenn ich so zurückdenke, war die Natur für mich eigentlich immer sehr wichtig. Ich verbrachte in meiner Kindheit einen grossen Teil meiner Freizeit im Wald, am See oder im Garten. Heute bin ich weniger oft in der Natur, habe aber über Ostern gerade wieder gemerkt, dass ich das wieder vermehrt tun sollte.

Mittwoch, 26. März 2008

5. Wochen-Impuls / Wo 12

Am Ostermontag besuchte ich Bekannte, die am anderen Ende der Stadt wohnen. Gewöhnlich fahre ich aus Bequemlichkeit mit dem Auto zu ihnen. Um aber die Natur wahrnehmen zu können und um bewusst einmal auf das Auto zu verzichten, ging ich zu Fuss. Ein Weg dauerte etwa 45 Minuten.

Das Wetter war wunderschön. Es war zwar kalt und es wehte ein bissiger, eisiger Wind, aber da die Sonne schien, fühlte man trotzdem eine Art Wärme. Die Stadt war wie ausgestorben. Viel Natur konnte ich dort auch nicht wahrnehmen. Als ich aber aus der Stadt raus war, achtete ich mich auf die verschiedenen grün Töne, die in der Natur vorkommen. Die Wiesen waren noch ein wenig bräunlich, aber an gewissen Stellen konnte ich schon das satte grün von den frisch gewachsenen Gräsern erkennen. Die Wälder waren dunkelgrün, so wie ich sie eigentlich immer sehe. Die meisten Sträucher und Bäume warten wohl noch auf wärmeres Wetter, bis sie dann ihre Blätter wachsen lassen und die Natur mit noch mehr ‚grün’ verschönern. …oder einfach verändern. Ich habe mir nämlich soeben überlegt, welche Jahreszeit mir am besten gefällt. Das kann ich gar nicht sagen. Ich freue mich meistens auf die folgende Jahreszeit, aber eine Lieblingsjahreszeit habe ich nicht. Deshalb finde ich die Sträucher und Bäume im Winter auch ‚schön’.

Ich schätze es sehr, dass wir in der Schweiz 4 verschiedene Jahreszeiten erleben. Die Natur zeigt sich so immer wieder von einer anderen Seite. Das Klima, dessen Veränderung wir beeinflussen können, prägt Flora und Fauna und macht so unsere Natur aus.

Durch das Modul Nachhaltige Zukunft bin ich erneut auf ein ökologisches Bewusstsein sensibilisiert worden. Ich versuche im Alltag einen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Auch die folgenden Generationen sollen die Vielfältigkeit und Schönheit der Natur erleben dürfen.


P.S. Den Weg zu meinen Bekannten zu Fuss zurück zu legen war keineswegs ‚unbequem’ sonder sehr eindrücklich und schön.

Sonntag, 23. März 2008

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Unsere Erde ist in ziemlich schlechter Verfassung, und wenn die Menschheit ihr Verhalten nicht schnellstmöglich ändert, dann sieht es mit der Zukunft nicht allzu gut aus. Alle wissen bescheid und im kleinen Rahmen ist bestimmt schon ein Umdenken der Menschheit festzustellen. Doch die Frage ist, was man im grossen Rahmen tun kann, um die Natur nachhaltig zu schützen oder gar zu heilen.

Beim Lesen des Textes von Otto Herz über die Bildung für nachhaltige Entwicklung ist mir bewusst geworden, dass wir als angehende Lehrpersonen mehr für den Erhalt unseres Planeten tun können als viele andere Berufsgruppen. Die Zukunft liegt in den Händen der nächsten Generation. Es liegt also bei uns, die Kinder auf die „Gesundheit“ der Erde aufmerksam zu machen und mit den Kindern zusammen Möglichkeiten zu suchen, wie wir unserem Planeten gutes tun können.

Die Agenda 21 liefert meiner Meinung nach recht gute Ansätze für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ich finde es sinnvoll, wenn man diese Themen möglichst klassenübergreifend und fächerübergreifend unterrichtet. Auch die Idee, alle Schulen mit Solarenergie zu versorgen weckt bei mir grosses Interesse.

Mir kommt dabei in den Sinn, dass die Berufsschule Rorschach auf dem Dach selbstgebaute Solarzellen aufgestellt hat um das Schulhaus mit Warmwasser zu versorgen. Diese Solarzellen funktionieren sehr einfach. Schwarz bemalte Kupferrohre sind auf schwarzem Hintergrund befestigt und durch diese läuft das Wasser, das von der Sonne erwärmt wird.

Ob dies auch eine Idee für eine Oberstufen oder sogar Mittelstufen-Werkarbeit wäre?

Donnerstag, 20. März 2008

Die Natur und ich

Für diesen Auftrag habe ich mich heute auf einen kleinen Spaziergang von St.Georgen nach Riethüsli via Brand begeben. Es ist ein Spaziergang den wir früher als Familie sehr oft gegangen sind. Damals war’s für mich schon eher eine Wanderung;). Das erste Stück geht einer Strasse entlang, welche oft von Autos benutzt wird an den Wochenenden. Wir ärgerten uns dann jeweils ein wenig über den Verkehr zu einem solchen Platz, der so gut erreichbar wäre zu Fuss. Der zweite Teil des Weges ist praktisch nicht befahren und mündet dann in den Wald.
Heute schneite es immer wieder ein wenig, was mich aber nicht störte. Ich genoss es, niemandem auf diesem Weg zu begegnen und alleine zu sein. Momente in der Natur, ob alleine oder mit Freunden, schätze ich sehr. Die Natur bietet mir Erholungsraum, welchen ich sehr oft nutze, sei es am Fels mit klettern, auf einer Wanderung oder beim plantschen in (Berg-) Seen oder Flüssen. Ich fühle mich sehr naturverbunden. Am liebsten sind mir Tannenwälder und Bergen, weshalb ich auch ein halbes Jahr in Kanada verbracht habe. Ich bereue oft, dass ich den hohen Norden nicht bereist habe, dort müsste mein Eldorado sein. Was ich an der Natur Kanadas besonders zu schätzen wusste, ist die ungeheure Weite der Wälder und Bergen, ohne dass das Landschaftsbild durch ein Bauernhaus oder eine Strasse gestört wird.
Zu „wandern“ bedeutet dort, jenseits der Zivilisation zu sein. Im Gegensatz dazu, gleicht Wandern im Alpstein an einem Sommertag vielmehr einer Massenwanderung, worauf ich trotz der schönen Umgebung dort gerne verzichten kann.
Letztendlich gibt es sehr schöne Orte in meiner Umgebung, an denen ich die Natur beobachten und Ruhe finden kann und welche ich auch immer wieder gerne aufsuche - alleine oder mit Gschpänlis.

Freitag, 14. März 2008

4. Wochen-Impuls / Wo 11

Den Text von Otto Herz habe ich mit grossem Interesse gelesen. Herz gibt viele tolle, begründete Unterrichtsideen. Viele seiner Erläuterungen konnte ich auch mit Gelerntem aus dem M und U-Unterricht des 4. Semesters verknüpfen.
Ich bin überzeugt, dass man eine Klasse mit den Themen der Agenda 21 packen kann. Kinder im Primarschulalter sind sehr empfänglich für soziale Themen und bereichern den Unterricht mit ihrem grossen Engagement.
Besonders beeindruckt hat mich das Thema Internationaler Projekttag. Als Voraussetzung für globales Denken beschreibt Herz die Interkulturelle Bildung. Sie entwickelt den Spür-Sinn und die Ehr-Furcht. Warum wird in anderen Kulturen anders gedacht, gewertet, gearbeitet, gedacht, geglaubt oder warum gibt es andere Sitten und Bräuche? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen wird der Spür-Sinn gefördert. Die Ehr-Furcht vor der Weisheit wird sensibilisiert, da in ganz verschiedenen Traditionen immer wieder Neues zu entdecken ist.
Die Themen der Agenda 21 müssen in der Primarschule global betrachtet werden. Auf diese Weise kann man auch einen Fächer- oder Themenübergreifenden- Unterricht gestalten. Die Geografie wird nämlich bestimmt immer wieder gestreift und muss mit den Schülerinnen und Schülern angeschaut werden. Ich werde in meinem Schulzimmer (auch bei einer 1. Klasse) eine grosse Weltkarte aufhängen. Wenn man dann auf ein Land oder eine Region zu sprechen kommt, kann man immer sofort nachschauen, wo dies auf der Weltkarte anzusiedeln ist. Ich bin überzeugt, dass eine Weltkarte viel besser gelernt wird, wenn man sie bei einem bestimmten Thema wieder in den Unterricht einbezieht, als wenn die Schülerinnen und Schüler irgendwann den Auftrag erhalten, eine Karte auswendig zu lernen.

Agenda 21 in der Schule

Der Text von Otto Herz zeigt meiner Ansicht nach einige gute Möglichkeiten auf, wie man das Thema Nachhaltige Entwicklung mit den Kindern bearbeiten kann. Ich als Lehrperson muss einfach darauf achten, die Inhalte so zu wählen und anzupassen, dass sie für die Kinder fassbar sind, was aufgrund der Komplexität einiger Themen nicht immer ganz einfach sein wird.
Wie Herz erwähnt, ist es von grosser Wichtigkeit, dass die Agenda 21 nicht einfach theoretisch und trocken im Stile von „normalem“ Schulstoff behandelt wird. Bei den Kindern müssen beispielsweise durch Bilder, reale Kontakte Emotionen ausgelöst werden.
Den Kindern soll bewusst gemacht werden, wie es um unsere Welt steht und was von Nöten ist, eine lebenswerte Zukunft zu gewährleisten. Sie sollen verstehen lernen, was das eigene Handeln auslösen kann, was für Konsequenzen daraus folgen und warum wir umweltbewusst leben müssen.
Wir haben viele Möglichkeiten die Agenda 21 in unserem Unterricht einfliessen zu lassen und zu thematisieren. Dies ist im Fachunterricht wie aber vor allem auch im fächerübergreifenden Unterrichten möglich, wo das entsprechende Thema aus verschiedenen Perspektiven bearbeitet und betrachtet werden kann. Weiter bieten sich natürlich auch Projekttage und
-wochen an um solche Themen zu bearbeiten. Auch Realbegegnungen wie z.B. die Besichtigung einer Kehrichtverbrennungsanlage lohnen sich. Auch Experten aus verschieden Bereichen können die Kinder durch ihr Wissen und ihr Engagement beeinflussen und nachhaltiges Bewusstsein schaffen.

Öffentliche Präsentationen sind meiner Meinung nach eine sehr gute Methode, da die Kinder bestimmt mit grosser Motivation ans Werk gehen. Es gibt hier viele Möglichkeiten wie beispielsweise Schaufenstergestaltung, Strassentheater, Müllsäulen usw.
Ein weiteres Projekt könnte sein, das eigene Schulhaus auf Nachhaltigkeit zu prüfen und den Möglichkeiten entsprechend Änderungen und Verbesserungen vornehmen.

Wie ich in Zukunft dann genau mit dem Thema umgehen werde, wird sich zeigen.

Dienstag, 11. März 2008

Nachhaltigkeit in der Schule

Otto Herz gibt gute Beispiele in seinem Text, wie man nachhaltige Entwicklung im Schulunterricht einbetten kann. Sei es beispielsweise mit der Untersuchung des eigenen Schulhauses auf Nachhaltigkeit, welche darauf abzielt, Solaranlagen auf den Dächern der Schulhäuser Deutschlands zu installieren und so den Preis der Solaranlagen zu senken und schliesslich attraktiver zu machen. Bei solchen Projekten scheint es mir wichtig zu sein, dass Schüler und Schülerinnen Verantwortung übernehmen können und es für sie durch den Ernstcharakter zu einer tiefgründigeren Sache wird.
Ich bin fest davon überzeugt, dass sich die Agenda 21 bestens im Schulunterricht integrieren lässt und es für die Schüler und Schülerinnen ein gehaltvoller Inhalt darstellt. Im „Mensch und Umwelt- Unterricht“ sind wir dazu angehalten, die gewählten Themen durch verschiedenste Filter rasseln zu lassen. Dabei ist es meiner Meinung nach unumgänglich, den Ansprüchen der Agenda 21 auszuweichen.

Ich kann noch nicht konkret dazu Stellung nehmen, welche Punkte ich aus der Agenda 21 in meinem zukünftigen Beruf umsetzen möchte. Das hängt weitgehend von der Wahl des M&U-Themas ab.

Wie im Text unter Punkt 2 beschrieben, fehlt es (?) an didaktisch aufbereiteten Materialien zu den verschiedenen Punkten der Agenda 21. Zu verschiedensten Themen stehen sicher genug Materialen bereit, um sie im Unterricht zu behandeln. Das Thema „Klima“, „Abfall“, „Armut“ oder „Wasser“ sind Beispiele, die bestimmt auf Primarschulebene behandelt werden können. Diese Themen beinhalten viele wertvolle Aspekte bezüglich der Agenda 21.
Die Aktualität der Inhalte der Agenda 21 löst bei den Schülern und Schülerinnen (wenn gut aufbereitet!) bestimmt ein natürliches Interesse und Lust zur Auseinandersetzung aus.

Freitag, 7. März 2008

Neues Bewusstsein

Liebe Studierende

Heute habe ich alle Posts und Kommentare aus 4 Blogs gelesen:
Erstaunlich, was da an Erfahrungen, an selbstverständlich geleisteten Beiträgen zu einer nachhaltigen Entwicklung, an Entdeckungen aus den Massenmedien, an Gedanken über die Vernetzungen zusammengekommen ist!

Einige Entdeckungen meinerseits:
Mir scheint, dass diese 3 Wochen bei Ihnen bereits wichtige Bewusstseinsprozesse ausgelöst haben. (Ist dies richtig?)
Es ist ja nicht so, dass niemand etwas tut und alle im besten Fall nur davon reden, wie in Kommentaren anfänglich zu lesen war. Allerdings ist auch klar, dass wir in vielen Bereichen uns vieler Fakten und Zusammenhänge gar nicht bewusst sind oder dass wir einfach gedankenlos handeln oder in unsern Gewohnheiten gefangen sind.
Deshalb ist wohl das Erkennen all der Zusammenhänge so wichtig – und danach ein neues Bewusstsein und Handeln.

Die Gedanken im Aritikel „Wissen 2+; Fleiss: 6. Weshalb es uns gelingt, den Klimawandel zu verdrängen“ (bei den Materialien nach dem Film von Al Gore) sind äussert hilfreich, um zu verstehen, was bei und in uns Menschen da abläuft.
- Die Thematik ist im Alltag oft nicht mit Händen greifbar (CO2-Ausstoss ist nicht sichtbar; die Transportkosten rund um die Welt nicht angeschrieben usw.) und
- die Zusammenhänge sind komplex und die Folgen zeigen sich erst langfristig (Auftauen des Permafrostes, Abschmelzen des Polkappeneises, Reise eines T-Shirts, Globalisierung, ...),
- die Möglichkeiten zu Handeln sind nicht immer „auf der Hand“ liegend (obwohl eigentlich schon sehr vieles längst klar ist!).
- diese weltweite Aufgabe ist nur gemeinsam zu lösen, obwohl jeder einzelne Beitrag zählt und wichtig ist
Deshalb
- verdrängen wir alle wohl so rasch,
- blenden wir die „unbequeme Wirklichkeit / Wahrheit“ aus, wollen sie nicht wahr haben,
- verweisen wir darauf, was andere tun sollten (und die sollten ja auch „tun“, ihren Beitrag leisten und vieles liegt auch nicht (nur) in unseren Möglichkeiten)
- verweisen wir auf die höheren Kosten (auch wenn diese relativ gering sind im Vergleich zu den Kosten, die bei Untätigkeit in der Zukunft anfallen werden) und
- auf unsere Gewohnheiten und unsere Bequemlichkeit,
- ...

Dennoch stimmen mich die vielen positiven Gedanken und Ansätze, die ich in Ihren Texten gelesen habe, positiv. Sie, wir sind auf dem Weg zu einem neuen Bewusstsein. Dies wird auch unser Handeln verändern. Machen wir unsere nächsten Schritte, es lohnt sich – in vielerlei Hinsicht.

A. Müller

Banana Joe

Vernetzungen entdecken

In diesem Blog setze ich mich mit einer gelben, krummen Frucht auseinander, der Banane. Ich nehme es als selbstverständlich war, dass bei mir zu Hause in der Früchteschale stets Bananen vorhanden sind. Doch woher kommt diese Frucht überhaupt, was hat sie für einen Weg hinter sich, bis sie bei mir in der Fruchtschale landet? Wer und was ist auf dem Weg von der Plantage bis in mein trautes Heim involviert? Was für Arbeiten stecken dahinter?
Am Anfang steht die Arbeit der Plantagenarbeiter in den verschiedenen lateinamerikanischen Ländern. Kein leichter Job! Bei Temperaturen von teils über 40 Grad und 95 Prozent Luftfeuchtigkeit ernten die Arbeiter die rund 25 Kilogramm schweren Bündel und ziehen sie mit viel Muskelkraft an einer kilometerlangen Drahtseilkonstruktion – der so genannten Bananenautobahn – aus der Plantage. Danach werden die Bündel zu „Händen“ zerkleinert; so wie wir sie aus den Supermärkten kennen. Sie werden pingelig genau gewaschen, besprüht und dann verpackt. Anschliessend werden die grünen Bananen an den entsprechenden Hafen transportiert und verschifft. Die Reise übers Meer treten aber nur die Bananen an, welche dem Schönheitsideal entsprechen, beziehungsweise die, die das richtige Format und keine zu grossen Flecken haben. In Europa angekommen, werden die noch grünen Bananen in die Reifereien transportiert und dort mit Hilfe von dem Gas Äthylen bearbeitet, bis sie schön gelb sind. Nun werden sie in die Verkaufstellen verteilt und dort in die Regale eingeräumt.
Wie man sieht, braucht es eine Menge Leute und Transportmittel, bis die Banane bei uns landet:
- Plantagenarbeiter
- Arbeiter, die waschen, verpacken und verschiffen
- Fahrer für die verschiedenen Transportwege
- Schiffsbesatzung
- Arbeiter in den Reifereien
- Supermarktangestellte
- Usw.
Zu guter letzt braucht es noch meine Wenigkeit, um die Banane von der Migros nach Hause zu tragen.Nun, wie man sehen kann, steck sehr viel hinter der Banane in der Früchteschale.

Wichtig: Max Havelaar Produkte kaufen, um den fairen Handel zu unterstützen!

PS: Warum ist die Banane krumm?
Weil Joe nicht in den Urwald zog und die Banane grade bog. Ha Ha Ha Ha J

Donnerstag, 6. März 2008

Webloc 3 - Made in China

Wenn ich so in meinen Kleiderschrank hineinschaue und die einzelnen Kleidungsstücke etwas genauer anschaue, fällt auf, dass die meisten Teile entweder von China, Thailand oder der Türkei stammen. Natürlich bin ich Student und leiste mir nicht immer die teuersten und besten Kleider (kann ich gar nicht), doch wenn ich diese Schilder sehe, ist mir doch nicht so ganz wohl.
Ich möchte eigentlich gar nicht genau wissen, wie viel die Menschen, die die Kleider dort herstellen verdienen. Vermutlich müsste ich dann ganz auf meine Kleidung verzichten vor lauter schlechtem Gewissen. Trotzdem ist es eine Überlegung wert. Aus einer Internetrecherche habe ich erfahren: „bei Textilien und Bekleidung ist die Türkei weiter der Hauptlieferant Deutschlands. Die meisten Weltmarken aus Deutschland lassen in der Türkei Kleidung nähen.“

Die Welttexilmacht hat allerdings ein anderes Land: China. Es herrscht ein grosses Arbeitskraftpotential, die Stundenlöhne sind geringer und China ist nicht sehr Abhängig von textilen Vorprodukten (weltgrösster Produzent von Baumwolle).

Den Arbeitern und Arbeiterinnen in diesen Ländern wird sehr wenig bezahlt und teilweise arbeiten sogar Kinder in diesen Fabriken. Sind die Näharbeiten verrichtet, werden die Kleidungsstücke nach Europa gebracht. Dort kommen sie in die verschiedenen Läden, die einen sehr grossen Aufpreis auf alles geben (hoher Verkaufspreis). Vergleicht man so z.B. die Zahlen vom Lohn eines Arbeiters in der textilen Verarbeitung in China und den Preis, den das Geschäft verdient, ist der Unterschied einfach enorm.

Die Frage ist, was wir dagegen tun können? Ich denke das einzige wäre, beim Kauf darauf zu achten, solche Kleidungsstücke nicht zu kaufen. Mit diesem Blick ging ich diese Woche einkaufen und ich kann sagen; das ist fast ein Ding der Unmöglichkeit!

3. Wochen-Impuls / Wo 10

Mein erster Gedanke widmete sich den Nahrungsmitteln. Woher kommen die Esswaren, die ich täglich zu mir nehme?
Obwohl ich beim Einkaufen wirklich darauf achte, biologische Produkte zu kaufen die aus der Region kommen, gelingt es mir nicht, mich diesbezüglich konsequent zu verhalten. Gewisse Produkte müssen aus dem Ausland importiert werden und haben also eine lange Reise hinter sich, bis sie auf meinem Teller landen. Auf diese Produkte verzichten möchte ich aber auch nicht, weil sie mir einfach zu gut schmecken. Ich denke da im speziellen an exotische Früchte und Reis. Aber auch wenn ich im asiatischen Restaurant bin und bei den Fleischdeklarationen lese, dass das Poulet-Fleisch aus Brasilien kommt, kann ich nicht auf meine Lieblingsspeise Poulet-Szechuan verzichten. Ich finde es zwar wirklich abschreckend, dass ein brasilianisches Poulet den weiten Weg in die Schweiz zurücklegen musste, damit ich für mein Menu einen bis zwei Franken weniger bezahlen muss.
Auch in der Mensa wird nur Schweine-, Kalb- und Rindfleisch aus der Schweiz angeboten. Das Pouletfleisch kommt aus Deutschland, Ungarn, Brasilien. Fischprodukte werden aus Deutschland, Norwegen, Vietnam, Irland und Indonesien importiert. Wollen wir wirklich Fischknusperli essen, die aus dem weit entfernten Vietnam kommen?
Meine Antwort ist eigentlich ganz klar nein. Trotzdem bin ich auch hier wieder unkonsequent und esse in der Mensa eigentlich immer das Menü.
Aber es sind ja nicht nur die Lebensmittel, die eine lange Reise hinter sich haben, bis sie bei uns zu Hause sind. Kürzlich habe ich eine Reportage im Fernsehen gesehen, die eine Rosenplantage in Ecuador gezeigt hatte. Arbeiterinnen schuften dort für wenig Geld im Pestizidregen und werden davon krank. Und wofür das ganze? – Damit wir günstige Rosen kaufen können. Max Havelaar setzt sich zum Glück für zertifizierte Betriebe ein und bietet Rosen aus fairem Handel an.

Dienstag, 4. März 2008

Lammkotelett mit Lauch und Trockenreis

Heute habe ich meine Freundin zum Nachtessen eingeladen. Weil ich als Student beim Einkaufen in erster Linie auf den Preis achten muss, wähle ich selten Bioprodukte. Die konventionell angebauten Produkte sind aber meistens Importprodukte und haben Reisen um die halbe Welt hinter sich.

Jedenfalls gab es heute Lammkoteletts mit 25% Reduktion. Dazu mache ich einen Trockenreis und Lauch an Bechamel-Sauce.

Der Reis ist von Migros Budget und kommt aus Asien. Das Kilo kostet 1.15Fr. Ich fand diesen Preis ziemlich tief und habe diesen mit Schweizer Mehl verglichen. Das billigste was ich gefunden habe ist 1.40Fr. Das ist immer noch ein Unterschied von 25Rappen, obwohl man für das Getreide fast keine Transportkosten mitrechnen muss. Da taucht bei mir die Frage auf: Wieviel verdient ein Asiatischer Reisproduzent? Denn höchst wahrscheinlich ist dieser Reis bereits durch mehrere Händlerhände gekommen, die alle auch ihr Anteil mitverdienen wollen.

Die Lammkoteletten kommen aus Neuseeland, also ziemlich genau einmal um die halbe Welt.

Die frage die ich mir bei all dem stelle, wie kann es sein, dass Produkte, welche eine riesige Reise hinter sich haben um so viel günstiger ist als unsere Schweizer Produkte? Ganz einfach: In anderen Länder arbeiten die Menschen für viel weniger Lohn als wir in der Schweiz. Unser gesamtes Wirtschaftssystem ist so aufgebaut, dass wir aus den reichen Ländern immer reicher werden, indem wir die 3.Weltländer unterdrücken und diese Menschen zu Spottpreisen für uns arbeiten lassen. Indem wir solche billigen Importprodukte kaufen, unterstützen wir diese Ungerechtigkeit fortlaufend.

Zum Glück stammt der Lauch aus der Schweiz!

Strom

Strom benutze ich jeden Tag. In der Wohnung als Lichtspender, als Wärmespender, Energiespender für diverse Geräte wie Ferneseher, Küchengeräte, Computer, Wecker, Telefon, Geschirrspüler, Waschmaschine und so weiter. Gehe ich aus der Wohnung sind es Dinge wie der Aufzug, der Bus, der Zug, Lichtsignale. Strom ist allgegenwärtig und kaum mehr wegzudenken.
Die meisten Maschinen, die Teile für Werkzeuge und all die oben genannten Dinge herstellen, sind elektrisch betrieben. Ohne Elektrizität geht eigentlich gar nichts mehr in unserer modernen Gesellschaft. Zu sehr haben wir uns an den Luxus dieser Geräte gewöhnt und möchten diesen Standard nicht mehr aufgeben. Tendenziell ist eher das Gegenteil zu erwarten, dass die Menschheit noch mehr Luxus möchte.
Woher kommt der Strom?
Beim Bau eines Atomkraftwerkes sind die grauen Energien wahrscheinlich nicht sehr beeindruckend. Hier beschäftigt man sich eher mit den Endlagern dieser noch immer strahlenden Brennstäben. Bei dieser Technik beschäftigt viele Gegner auch die enorme Gefahr, die diese Technik mit sich bringt.
Die Photovoltaik ist eine florierende Technologie, welche auf umweltschonende Art und Weise Strom erzeugt. Aber nur die Erzeugung von Strom ist umweltschonend, bei der Herstellung von Solarzellen braucht es eine grosse Menge an grauer Energie. Das heisst: Für die Herstellung braucht es das Halbmetall Silizium, das nur viel Energie gewonnen werden kann.
Nebst diesen gibt es noch viele andere Methoden, welche mehr oder weniger umweltschonend sind. Zum Beispiel die Wasserkraft, Geothermie, Gezeitenenergie, Windenergie sowie die Sonnenenergie.
Ich finde es gut, dass in der Schweiz rund sechzig Prozent der elektrischen Energie durch die Wasserkraft zustande kommen. Die Schweiz hält auch in der Forschung alternativer Energien immer noch mit der Spitze. Das schafft neue Arbeitsplätze und bringt uns Geld für noch mehr Forschung. Man könnte diese Technologien noch effizienter machen. Unser Verhalten würde letztendlich nach und nach umweltschonender gestaltet.