Die Schweizer Gletscher sind gefährdet. Schuld daran ist zweifelsfrei die Klimaerwärmung.
Der Gletscher in Grindelwald, welcher um 1980 noch bis zur Dorfgrenze reichte, endet heute einige hundert Meter weiter oben. pro Jahr geht dieser Gletscher 5 bis 6 Meter zurück. Gleichzeitig zum Schmelzen dieses Gletschers wächst der Gletschersee. In Grindelwald befürchtet man nun, dass der See weiter anwächst und über die Ufer treten könnte. Das hätte eine Flutwelle zur Folge, welche die Bevölkerung ernsthaft bedrohen könnte. Wenn die Gletscher weiterhin so schnell dahin schmelzen, werden bis 2050 drein Viertel der Alpengletscher verschwunden sein. (Twen Respekt Umwelt, Ausgabe Februar 2008, s 6.)
Diese Folgen der Klimaerwärmung konnte ich im Herbst selber beobachten. Mit meiner Praktikumsklasse gingen wir eine Woche ins Lager nach Scuol. Am Anreisetag machten wir Halt an der Station Morteratsch, um von dort aus zur Gletscherzunge zu wandern. Es ist ein ca. halbstündiger Weg bis zur Zunge, bei dem alle paar Meter eine Tafel steht, auf der steht in welchem Jahr der Gletscher an dieser Stelle endete. Es ist absolut eindrücklich, mit eigenen Augen zu sehen, wie schnell der Gletscher zurückgeht.
Ausserdem kann man sich gut vorstellen wie weit über den Boden das Eis noch vor einigen Jahren ragte. Es ist gewaltig und kaum vorstellbar, wo diese riesigen Eismassen in so kurzer Zeit hingeschmolzen ist.
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3 Kommentare:
Die Gletscher veranschaulichen uns was passiert. Wir können mitverfolgen, wie das Eis zurückgeht. Vielleicht löst dies Unglauben aus, leitet uns dazu das Problem klein zu schwatzen: Das war schon immer so, wir haben doch noch genug Eis, macht kein Drama draus.
Doch als Wasserschloss Schweiz, ist das Eis der Gletscher nicht ein wichtiger Teil unseres Wasservorrates? Wir denken wir müssen uns keine Sorge machen betreffend Trinkwasser. Doch was, wenn wir keine Gletscher mehr haben?
Beängstigend finde ich auch die Auwärmung des Permafrostes. Ganze Hänge lösen sich, Bäume verlieren ihren halt. Und während des Baubooms wurden viele Häuser auf Permafrostuntergrund gebaut. Klar da war das Problem noch nicht bekannt, oder wurde als nicht so schlimm betrachtet. Doch nun? Was geschieht mit Bergdörfern? Wer rettet uns in der Not?
Versuche Gletscher mit Folie einzupacken scheinen wie eine sisifus Arbeit. Und ist es wirklich der richtige Zugang zum Problem?
Ich denke das schmelzen der Gletscher ist ein Prozess der nicht mehr aufzuhalten ist. Sie sind etwas, dass unsere Kinder nur noch zum Teil sehen werden. Ich denke bis zu einem gewissen Grad ist dies ein natürlicher Prozess.
Weit problematischer als das verschwinden der schweizer Gletscher ist das verschwinden der Gletscher im Himalaya-Gebirge ein grosser Prozentsatz der Weltbevölkerung lebt vom Wasser, dass aus diesem Gebirge kommt. Sind diese Gletscher weg. Fehlt es der Welt an Süsswasser, c´est la vie. Lg.
Im Seminar heute morgen konnten wir auf der Internetseite www.gletscherarchiv.de den Rückgang der diversen Gletscher recherchieren. Es war sehr interessant und unglaublich zugleich. Prognosen die für das Jahr 2025 datiert wurden, sind heute bereits erreicht.
Was das Süsswasser betrifft: An den Bergen regenen sich die Wolken noch immer aus, aber es werden sich Geröllmassen bilden und die Gefahren wegen Steinschlag und Murgängen nimmt zu. Rückgängig gemacht kann diese Entwicklung nicht mehr.
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