Donnerstag, 28. Februar 2008

2. Wochen-Impuls / Wo 9

Ich habe in den Zeitungen und auch im Fernsehen diverse Beiträge zur Nachhaltigen Entwicklung gelesen und gesehen. Dieses Thema ist wirklich präsent. Ich dachte eine Zeit lang, dass es auch ein wenig für den politischen Wahlkampf missbraucht wurde. Beinahe jede Partei beteuerte, wie wichtig ihnen eine nachhaltige Entwicklung ist. Mit den Gründliberalen wurde letztes Jahr sogar eine neue Partei gegründet, die den Umweltschutz wirtschaftlich machen will. Ich finde es aber wirklich sehr wichtig, dass dieses Problem gesamtpolitisch erkannt wurde.
Ein Artikel, den ich in der Coop Zeitung gefunden habe, hat mich sehr interessiert. Coop will in den nächsten 15 Jahren CO2-neutral werden. Das bedeutet, dass Coop versuchen will, so viel CO2 einzusparen und zu kompensieren, bis eine ausgeglichene CO2-Bilanz vorliegt. Coop hat schon verschiedenes unternommen, um den CO2-Ausstoss zu verringern:
- Verkaufsstelle nach Minergie-Standard gebaut
- Leerfahrten im Logistikbereich wurden deutlich gesenkt
- Viele Transporte wurden von der Strasse auf die Schiene verlagert
- Chauffeure besuchen Eco-Drive-Kurse
- Umstellung auf emissionsarme Geschäftswagen
- In dem Produktionsbetrieb wird die Abwärme (oder Fernwärme) genutzt
- CO2-Kompensation von Flugware durch einen Fond

Dieses Beispiel von Coop lässt sich sehr gut am Nachhaltigkeitsdreieck reflektieren:

Ökologische Dimension:
Coop setzt sich hohe Umweltziele und will damit dem Klimawandel entgegenwirken. Dieses Engagement erstreckt sich von den Produktionsbetrieben über die Verkausstellen bis zu den Artikeln – überall soll CO2 eingespart werden. Artikel, wie beispielsweise exotische Früchte, Rosen, sowie Rindfleisch aus Übersee werden mit einem Logo gekennzeichnet, damit der Kunde weiss, dass dieses Produkt eingeflogen wurde. Diesen CO2-Ausstoss kompensiert Coop mit einem Klimakompensationsfonds.

Ökonomische Dimension:
Wie sich herausgestellt hat, lässt sich die Ökologische Dimension hervorragend mit der Ökonomischen Dimension vereinbaren. Zusammen mit Stress hat Coop einen Werbespot für eine nachhaltige Zukunft erarbeitet, der extrem erfolgreich ist. Die Kosten für das grosse Engagement von Coop werden nicht auf den Kunden abgewälzt sondern von Coop alleine getragen. Der erneut gute Jahresabschluss macht dies möglich.

Soziale Dimension:
Mit dem Werbe-Spot macht uns Coop auf die Problematik des Klimawandels aufmerksam. Coop bietet uns ein vielseitiges Sortiment und berücksichtigt mit der Prix-Garantie-Linie auch kleinere Portemonnaies.

3 Kommentare:

Daniela hat gesagt…

Hallo Anja

Ich hätte diesen Text aus der Coop-Zeitung wirklich auch gerne gelesen. Es ist sehr spannend zu sehen, wie Coop sich nachhaltig Einrichtet und was Coop alles unternimmt. Vor allem das mit der Energie, die mehrmal gebraucht wird. Ich habe auch gehört, dass man z.B. nicht mehr heizt, da die Kühlvitrinen eh Wärme abgeben und sie wird direkt zur Beheizung des Geschäftes gebraucht (irgendwie so...). Ich würde gerne genäuer wissen wie das geht- vor allem technisch!
Sehr gut finde ich, dass du den Text anhand des nachhaltigen Dreiecks analysiert hast. Meiner Meinung nach ist dir das sehr gut gelungen und ich stimme dir in allem zu.

Daniela

Pluto hat gesagt…

Hoi LG, guet gmacht!
Auch mir ist aufgefallen, wie präsent das Thema Nachhaltige Entwicklung momentan in den Medien ist. In jeder Tageszeitung findet man irgend einen Artikel dazu.
Den Coop-Artikel habe ich auch gelesen und ich finde es vorbildlich, wie sich Coop engagiert. Es ist zu wünschen, dass sich die anderen Konzerne und Firmen an diesem Beispiel orientieren und sich dementsprechend einsetzten ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.
Ob das Ziel realistsch ist, in den nächsten 15 Jahren CO2 neutral zuwerden, wird sich zeigen.
Wie du im ersten Teil deines Berichtes erwähnt hast, glaube auch ich, dass es von grosser Bedeutung ist, dass das Thema gesamtpolitisch erkannt wird und dass vorallem auch zum Handeln aufgefordert wird.

Johannes Maeder, LG 05B

päse hat gesagt…

Hooi Anja
Einen sehr spannenden Artikel hast du da geschrieben. Ich finde es extrem wichtig, dass gerade bekannte Grosskonzerne das Thema der Nachhaltigen Entwicklung aufgreifen und etwas dafür tun. Coop ist in der Schweiz der Wohl grösste Lebensmittelverteiler und jede Person kennt deren Lebensmittel. Wenn man als Privatperson eine Coop-Filiale aufsucht, und sich während dem Einkaufen mit dem Thema Nachhaltige Entwicklung beschäftigen muss, spricht man die Menschen dort an, wo es am meisten betroffen macht. Alle wollen sich selber gesund ernähren, deshalb wählt man wohl schnell zu einem Produkt aus biologischem Anbau. Genauso wichtig sollte es uns aber sein, dass dieses Produkt bei der Herstellung und Transport der Natur keinen Schaden zugefügt hat.