Fast täglich werde ich mit dem Thema nachhaltige Entwicklung konfrontiert. Es sind positive wie auch negative Ereignisse zu diesem Thema. Vor allem kurz vor Wahlen greifen verschiedene Parteien das Thema Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung auf und machen uns darauf aufmerksam, dass wir unsere Welt schützen müssen. Andererseits sehen wir täglich Kolonnen von Autos, die den schädlichen Schadstoff CO2 ausstossen und damit auf kurz oder lang unsere Erde kaputt machen.
Es überrascht mich, dass für jeden, Klimaerwärmung eine grosse Gefahr darstellt, doch niemand sieht sich wirklich gezwungen, sein Verhalten zu ändern. Forschungsergebnisse, TV-Beiträge und Zeitungsberichte klären uns alle darüber auf, wie es um die Erde steht und es wäre dringend nötig, dass wir reagieren.
Wie kommt es, dass wir einerseits von einem Problem gefährdet sind, gleichzeitig aber eine gewisse Gleichgültigkeit und Gelassenheit im Bezug auf dieses Problem haben? Denkt man, dass in einigen Jahren sowieso die Lösung dieses Problems erfunden wird? Ist es einem egal, weil man nicht direkt betroffen ist, weil man wahrscheinlich nicht mehr auf der Erde ist, wenn das Problem eskaliert? Denkt man, die anderen können auf ihr Auto verzichten aber ich brauche es eben? Möchte man einfach im Hier und Jetzt leben und denkt nicht an die Zukunft?
Auch ich habe ein Auto und benutze es täglich. Ich bin mir bewusst, dass ich damit der Umwelt schade und das Klima erwärme. Aber andere Bedürfnisse, wie beispielsweise die Mobilität und die Unabhängigkeit werden kurzfristig befriedigt.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
2 Kommentare:
Den Beitrag finde ich recht spannend. Er regt mich zum denken an. Du sprichst mit diesem Beitrag das Thema Nachhaltigkeit allumfassend an und lieferst Erklärungen dafür, wieso sich niemand wirklich verantwortlich dafür fühlt.
Wie du im Text beschreibst, macht das Thema Klimaerwärmung jeden von uns betroffen, niemand möchte aber seinen Lebensstil anpassen um etwas zu verändern.
Wenn eine einzelne Person sein Leben so verändern will, dass es den Klimawandel positiv beeinflusst, ist dies mit Aufwand und Unbequemlichkeiten verbunden. Meistens ist es auch nur mit Mehrkosten verbunden.
Meiner Meinung nach muss politisch etwas verändert werden, damit man als Einzelnperson etwas gegen den Klimawandel tun kann. Solange zum Beispiel die öffentlichen Verkehrsmittel immer noch gleich teuer oder gar teurer sind als die Fahrt mit dem Auto, wird wohl fast niemand Interesse am Zug fahren haben.
Du hast in deinem Bericht viele Dinge erwähnt, die mir auch durch den Kopf gegangen sind. Auch ich bin mir der Wichtigkeit des Themas eigentlich bewusst, handle aber alles andere als vorbildlich. Täglich benutze auch ich mein Auto aus Gründen des Komforts und der Bequemlichkeit, obwohl es grundsätzlich kein Problem wäre, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.
Was steckt dahinter, dass wir uns trotz den augenscheinlichen Folgen wie beispielsweise dem Klimawandel, so gleichgültig verhalten? Wie du erwähnt hast, glaube ich auch, dass wir uns so verhalten, weil wir ja nicht ewig auf dieser Erde sind und so nur in gewissem Masse die Auswirkungen von unserem Tun tragen müssen. Weiter spielt sicher eine Rolle, dass die meisten denken, an mir liegt es ja nicht, sollen doch andere erstmal schauen. Jeder von uns ist sich selber der Nächste und will seine Bedürfnisse im Hier und Jetzt befriedigen.
Johannes Maeder, LG 05Be
Kommentar veröffentlichen