Sonntag, 6. April 2008
Rückmeldung
Wieder über 4 Blogs die Beiträge und Kommentare lesen und dann noch in weitere Blogs reinschauen, dies löste bei mir erneut den Eindruck aus, dass viele von Ihnen für die Thematik zunehmen sensibilisiert sind und sich weiter engagieren werden. Sie sehen die Problematik, haben Ideen für die Durchführung in ihrer zukünftigen Klasse, erkennen laufend neue Zusammenhänge, fühlen sich auch durch ihre eigenen Erfahrungen motiviert, wenn auch unterschiedlich, an der Thematik zu arbeiten.
Dass alle – ohne Ausnahme – auch eine positive Beziehung zur Natur haben und spüren, was diese ihnen bedeutet, wie sehr Erfahrungen in der Natur uns Kraft geben, uns Erholung ermöglichen (bei unterschiedlichstem Wetter und in den vier Jahreszeiten), das ist begeisternd zu lesen! Auch ich habe in den vergangenen 14 Tagen in unterschiedlichen „Aktionen“ in der Natur ihre Kraft wieder erlebt!
Herz zeigt - wie viele von Ihnen bemerkt haben - eine Reihe von Möglichkeiten auf, wenn z.T. auch akzentuiert auf die Ebene ausserhalb der einzelen Schulkasse (aber nicht nur), wie an der Thematik der nachhaltigen Bildung „gearbeitet“ werden kann. Abgesehen von alle den vielen Möglichkeiten, die man/frau mit der eigenen Klasse durchführen kann (Umgang mit Papier, Elektrizität, Abfalltrennung, Verhältnis zur Natur usw.), lösen Klassen übergreifende Aktionswochen, wenn möglich gar im ganzen Schulhaus gemeinsam geplant und durchgeführt, eine grösseres Bewusstsein aus.
Diese etwas grösse Einheit (als ein Arbeiten im Klassenverband) braucht zwar mehr Energie, um sie ins Rollen zu bringen, bringt aber immer wieder auch die beflügelnde Erfahrung, dass ein ganzes Team, eine ganze Schule hinter einem Projekt steht und sich dafür einsetzt. Gemeinsam kommt man als Team auch auf mehr Ideen und im Team lässt sich vieles leichter erreichen. „Gemeinsam ist besser als einsam.“ formuliert deshalb auch O. Herz treffend.
Gelingt es gar Eltern einzubeziehen oder die Thematik in die Öffentlichkeit zu tragen, zieht die Aktion auch grössere Kreise und wird auch so nochmals nachhaltiger.
Dass aber zuerst aber auch und besonders in den Klassen gearbeitet werden soll und muss, damit die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für die Thematik bekommen, soll auch nochmals erwähnt werden (wie dies einzelne auch geschrieben haben).
... und selbstverständlich ist die Thematik mit einer „Aktion“ im Schulhaus nicht abgeschlossen. Das tägliche Pflegen und Leben einer nachhaltigen Lebenshaltung ist genau so wichtig, letztlich ein Stückweit entscheidend.
Gerne nehme ich zum Abschluss meine Blogbreitrages das Zitat aus der Erd-Charta auf, welches eine Studentin in ihrem Blog verwendet hat.
„Es ist auch wichtig, dass den Kindern vor allem die vier Punkte der Selbstverpflichtung beizubringen:
1. Ehrfrucht haben vor der Erde und allem Leben
2. Für die Gemeinschaft alles Lebendigen in seiner ganzen Vielfalt Sorge tragen
3. Danach streben, freie, gerechte, partizipatorische, nachhaltige und friedliche Gesellschaftsformen aufzubauen
4. Die Fülle und die Schönheit der Erde für die gegenwärtige und für die zukünftige Generation sichern.
Wenn alle Menschen diese vier Punkte ernst nehmen würden, sehe unsere Erde ganz anders aus. Diese Inhalte kann man aber nicht vermitteln, ohne dass man selber Vorbild ist. ... „
Noch ist das Modul, das Semester noch nicht zu Ende, wir stehen erst in deren Mitte. Ich freue mich auf die weiteren Impulse und Erfahrungen.
Herzliche Grüsse
A. Müller
Samstag, 5. April 2008
Mitten in der Nacht
Letzten Freitagabend war ich bei Freunden am Poker spielen, als ich etwa um 23.00 Uhr noch einen Kaffee bestellte. Eigentlich weiss ich ja, dass ich das nicht tun sollte, weil ich dann die ganze Nacht lang nicht schlafen kann. Als ich dann um 3.00 Uhr morgens immer noch hellwach im Bett lag, entschied ich mich, aufzustehen und einen Spaziergang zu machen. So ging ich von meinem Haus aus in Richtung Tierpark Peter und Paul. Es war eine wunderschöne, sternenklare Nacht und ich war selbstverständlich weit und breit die einzige Person, die um diese Zeit hier oben unterwegs war. Ich genoss die Ruhe um mich herum in vollen Zügen und spazierte langsam und zufrieden durch die Gegend. Ich schaute runter auf die Stadt, die um diese Zeit längst schon am schlafen war und freute mich darüber, dass ich mich dazu aufraffen konnte, diesen Spaziergang zu machen. In die andere Richtung sah ich bis runter zum See, der rundherum mit unzähligen Lichtern beleuchtet war. So langsam machte ich mich auf den Rückweg, der mich durch die Gehege des Tierparks führte. Wenn ich diesen Spaziergang jeweils tagsüber mache, werde ich von den eingesperrten Tieren ignoriert, doch mitten in der Nacht war dies überhaupt nicht der Fall. Die Steinböcke kamen sofort zum Gitter und begleiteten mich ein Stück weit. Ich wechselte ein paar Worte mit ihnen und ging dann weiter bis zum Gehege der Wildkatzen. Hier blieb ich eine Zeit lang stehen und schaute was passiert. Schon bald kam eine Katze an das Gitter begutachtete mich eine kurze Zeit und ging dann weiter. Doch nach etwa einer Minute führte ihr Weg wieder an mir vorbei. Das wiederholte sich mehrere Male und ich spürte, dass diese Katze nervös war über diese ungewohnte Situation. Irgendwann verabschiedete ich mich von ihr und ging weiter meines Weges. Doch die Katze begleitete mich, so weit wie es ihr Gehege zuliess. Auf dem Heimweg machte ich mir noch einige Gedanken über Tiere in Gefangenschaft. Zu Hause legte ich mich wieder ins Bett und konnte dann endlich einschlafen.